Chemo- und/oder Antikörpertherapie

Ein Behandlungsschritt in der Behandlung von Brustkrebs kann eine Chemo- oder Antikörpertherapie oder auch eine Kombination von beidem sein. Wenn für Sie eine Chemotherapie geplant ist, erfolgt diese ambulant in der Praxis unter der kompetenten und fürsorglichen Betreuung durch unser onkologisch geschultes Team.

Um festzustellen, ob eine Chemotherapie überhaupt erforderlich ist, ist es manchmal sinnvoll einen molekulardiagnostischen Test am Tumorgewebe (z. B. EndoPredict-Test) durchzuführen. Der Test identifiziert in erster Linie diejenigen Brustkrebspatientinnen, bei denen wir auf die Durchführung einer Chemotherapie verzichten können. 

Falls auch eine Strahlentherapie bei Ihnen durchgeführt wird, erfolgt diese ebenfalls ambulant und möglichst wohnortnah, da über einen kurzen Zeitraum tägliche Behandlungen notwendig sind. Auch dazu beraten wir Sie sehr gerne.


Innovativer Einsatz von Kühlkappen während einer Chemotherapie

Eine Chemotherapie hat viele Nebenwirkungen. Viele Brustkrebspatientinnen, die eine Chemotherapie durchmachen, haben nicht nur körperliche Beschwerden. Die meisten Medikamente, die heute sehr wirkungsvoll in der Behandlung von Brustkrebs eingesetzt werden, führen zum Verlust der Haare. Diese „Alopezie“ ist eine besonders gefürchtete und belastende Nebenwirkung, denn sie verändert das Körperbild stark. Die Krebserkrankung wird nach außen sichtbar, das kann als stigmatisierend empfunden werden und in der Folge die Lebensqualität noch mehr beeinträchtigen.

Durch den Einsatz sogenannter Kühlkappen kann der Haarverlust oft gemindert oder sogar ganz vermieden werden. 

Eine weitere gefürchtete Nebenwirkung bestimmter Chemotherapeutika ist eine Schädigung der Nervenendigungen an Füßen und Händen. Dies nennt man „Polyneuropathie“. Die Symptome können sehr vielgestaltig sein und reichen von Kribbeln über Taubheit bis hin zu brennenden Schmerzen, die in manchen Fällen auch lange nach Beendigung der Behandlung bestehen bleiben können. Ähnlich wie bei der Kühlung der Kopfhaut kann man auch hier durch eine Kühlung der Füße und Hände während der Behandlung oft eine Verminderung der Beschwerden erreichen.

Beide innovativen Verfahren (Kühlung der Kopfhaut sowie Kühlung von Händen und Füßen) stehen Ihnen bei einer erforderlichen Chemotherapie in unserer Praxis zur Verfügung. Sie sind aber (noch) nicht eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.